Gesundheitstag 2009

2. Osthessischer Gesundheitstag am Samstag, den 22. August 2009 in der Esperantohalle in Fulda unter der Schirmherrschaft von Landrat Bernd Woide

 

„Ansporn weiter zu  machen“ – Neuer Besucherrekord am Osthessischen Gesundheitstag

18.000 Besucher kamen am heutigen Samstag zum 2. Osthessischen Gesundheitstag. Ärzte, Experten und Gesundheitsminister Jürgen Banzer diskutierten mit ihnen und gaben viele Tipps für eine gesunde Lebensweise

 

Die zweite Auflage des Osthessischen Gesundheitstages war wieder  ein voller Erfolg. Nach Angaben des Veranstalters, der Gesundheitsnetz Osthessen eG, kamen 18.000 Besucher in die Esperantohalle, wo Aussteller, Vorträge und Diskussionen rund 2000 qm Fläche belegten. Schon im vorigen Jahr wurden die Erwartungen mit 12.000 Besuchern übertroffen.  „Das zeigt, dass wir mit dem Gesundheitstag einen Nerv bei der Bevölkerung treffen“, sagte Gabriele Bleul, die Geschäftsführerin der Gesundheitsnetz Osthessen eG (GNO). „Das spornt uns umso mehr an, das Thema weiter zu verfolgen – und direkt in die Planung des dritten Auflage Gesundheitstages einzusteigen.“ Allerdings muss der Veranstalter überlegen, wie und wo er noch expandieren kann: „Die Ausstellerfläche war bis auf den letzten Quadratmeter belegt, die Vortragsräume bis auf den letzten Platz besetzt“, sagt Thomas Sitte, Mitglied des GNO-Vorstands. „Dabei hatten wir im Vergleich zum letzten Jahr schon die dreifache Fläche.“

 

Ein buntes Programm rund um die Themen „Gesundheit und Prävention“

Pünktlich um zehn Uhr eröffneten Schirmherr, Landrat Bernd Woide und der GNO-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Eberhard Blümm, den Tag und damit die Tore der prall gefüllten Plaza der Esperantohalle. Danach konnten sich die Gäste in einem umfangreichen Programm bis 18 Uhr rund um das Thema „Gesundheit“ informieren. Heimische Ärzte und Experten hielten unter anderem in drei Sälen Vorträge zu aktuellen medizinischen Erkenntnissen. 100 Aussteller zeigten die neuesten Trends in der Gesundheitsbranche und hatten sich daneben allerhand einfallen lassen, um die Besucher zu begeistern. Ärzte berieten die Besucher zu vielen gesundheitlichen Fragen und boten Untersuchungen an.

 

Akzente in der Familienpolitik

Gleich zu Beginn des Tages stellte sich Gesundheitsminister Jürgen Banzer in einer von drei Podiumsdiskussionen den kritischen Fragen der Gäste. Thema war ein gesundheitsbewusstes Miteinander in der Familie und die Frage, welche Impulse die Politik dafür geben kann. „Die Gesundheit der Familien in Hessen ist für mich als Gesundheits- und Familienminister ein zentrales Anliegen“, stellte der Minister heraus. „Dabei brauchen Familien ein durchgehendes Hilfs- und Beratungsangebot.“ Familie sei der Ort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Dabei sei es Aufgabe der Politik, sie dabei zu unterstützen diese Verantwortung annehmen und auch ausüben zu können. „Mein Ziel ist es, in den kommenden Jahren in der Familienpolitik einen neuen Akzent zu setzen. Wir werden Familienzentren einrichten. Ein landesweites Netz solcher Zentren soll an Kindergärten und Grundschulen entstehen“, kündigte der hessische Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit an.

 

Nützliche Informationen zur medizinischen Versorgung

Ob sich nach den Änderungen im Gesundheitswesen jetzt ein Wechsel der Krankenkassen lohnt, wurde von Vertretern der AOK, der TAUNUS BKK und des Gesundheitsnetzes diskutiert. Aufgrund der Veränderungen sei nun nicht mehr der Beitrag entscheidend, nun ohnehin gleich ist. Der Patient solle bei der Auswahl seiner Krankenkasse genau prüfen, wer die besten Programme für seine Bedürfnisse bietet: „Verträge und Produkte rücken in den Vordergrund“, sagte Ralf Metzger von der AOK Hessen. André Helten von der TAUNUS BKK ergänzte: „Heute entscheiden Service, Leistung und Kompetenz.“

 

Panik nicht angebracht

Das richtige Händewaschen war ebenfalls ein großes Thema. Denn auch der 2. Osthessische Gesundheitstag in Fulda kam natürlich nicht um die Schweinegrippe herum. Eigens zu dieser Viruserkrankung wurde auf der Veranstaltung deshalb eine Podiumsdiskussion initiiert. Hochkarätige Experten der regionalen Kliniken, des Gesundheitsamts, der ärztlichen Notdienstzentrale und der niedergelassenen Ärzte gaben ihre Einschätzungen zur Gefährlichkeit der Grippe sowie Tipps zur Vorbeugung, Erkennung und Behandlung. Schon kleine Verhaltensänderungen im Alltag könnten die Gefahr einer Ansteckung deutlich reduzieren, hieß es unisono. Einig war man sich auch, dass Panik derzeit nicht angebracht ist, sondern vielmehr gesunde Vorsicht geboten sei.

 

Aktiv für die Gesundheit

Neu war in diesem Jahr, dass Interessierte einen Gesundheitsparcours durchlaufen konnten. Nach Auswertung der individuellen Ergebnisse konnte sich jeder Teilnehmer seine individuelle Risikoanalyse erstellen lassen.

 

Den Erkrankungen von Kindern widmeten sich gleich mehrere Veranstaltungen. Moderne Therapiekonzepte für Diabetes bei Kindern, Allergien, Konzentrationsstörungen und Übergewicht. In einer Fragestunde etwa appellierte Thomas Frankenbach daran, Übergewicht ganzheitlich zu verstehen.

 

Unterdessen vergnügten sich viele der Kleinen beim Verein „Wilde 15“, der eine kostenlose Kinderbetreuung anbot. So konnten die Mamas und Papas ihre Zeit vielen weiteren Themen rund um die Gesundheit widmen.