Impfen von Risikopatienten auch in Zeiten von Corona

10.03.2020 | Fulda

„Ärzte der GNO eG rufen zum Impfen für Patienten oder Angehörige mit Risikoerkrankungen auf!“

Als Risikopatient richtig geimpft?

Für manche Patienten ist der Impfschutz besonders wichtig. Vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen, Krebsleiden oder transplantierten Organen sind anfällig für Infektionen, die zu schwerwiegenden Krankheitsverläufen führen können. Aber auch Angehörige von Risikopatienten sollten mit ihrem Arzt darüber sprechen, wie weit auch für Sie der Impfschutz wichtig ist.

Oft befürchten die Betroffenen jedoch. Nebenwirkungen und Komplikationen durch die Impfung. Die Gesundheitsnetz Osthessen eG möchte mit Ihrer Aktion auf die Wichtigkeit von Impfungen aufmerksam machen, um Ängste zu nehmen und den Patienten vor dem Risiko an einer Erkrankung, die man durch eine Impfung hätte vermeiden können, zu nehmen.

Im Fortbildungskongress für Ärzte, der vom Gesundheitsnetz Osthessen eG ausgerichtet wird, werden die Ärzte der Region jedes Jahr über alle neuen Erkenntnisse der zum Thema Impfen und den neuesten (STIKO) Richtlinien informiert. Die Gesundheitsnetz Osthessen eG appelliert an die Patienten „sprechen Sie ihr Praxisteam auf eine Impfung an“. In den Praxen der GNO Ärzte liegen zum Thema Flyer aus.

Aktionsstart ist der 14. März 2020, das Gesundheitsamt Fulda unterstützt die Aktion.

Grundsätzlich ist dieses Thema aber keine eine einmalige Aktion, sondern eine dauerhafte Implementierung zur Sensibilisierung gegenüber dem Impfen bei  sogenannten Risikopatienten ist das Ziel dieser Informationskampagne.

Impfen auch in Zeiten des Coronavirus Covid-19?

Experten raten vor allem älteren und chronisch kranken Menschen,  sich auch jetzt impfen zu lassen beziehungsweise ihren Impfstatus zu prüfen – vor allem gegen Pneumokokken und auch gegen die reguläre Grippe.

Zeit online berichtet am 27. Februar dazu folgendes:

„Der Grund: Diese Impfungen schützen zwar nicht vor Covid-19, aber vor anderen Lungeninfektionen. Wäre jemand bereits an der Lunge erkrankt, wäre eine Ansteckung mit Sars-CoV-2 besonders gefährlich und die Behandlung der Krankheit Covid-19 nur schwer möglich, heißt es in der Begründung der Berliner Gesundheitsverwaltung, die eine entsprechende Empfehlung herausgegeben hat.

«Impfungen, die vor Lungeninfektionen schützen, sind in dieser Zeit von besonderer Bedeutung», sagte auch Prof. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag (27. Februar) in Berlin.

Diese Impfungen werden empfohlen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Schutzimpfung gegen Keuchhusten beziehungsweise Pertussis allen Säuglingen und Kleinkindern. Anschließend sollte die Impfung im Vorschul- und Jugendalter je einmal aufgefrischt werden. Erwachsene sollten im Rahmen der alle zehn Jahre fälligen Tetanus-Diptherie-Impfung dann noch einmal gegen Keuchhusten geimpft werden.

Die Impfung gegen Pneumokokken wird grundsätzlich allen Kindern in den ersten beiden Lebensjahren und bei allen Menschen ab 60 empfohlen. Bei Älteren muss der Impfschutz alle sechs Jahre aufgefrischt werden.

Eine Grippeschutzimpfung, von der Stiko unter anderem für alle Menschen ab 60 und alle chronisch Kranken empfohlen, muss sogar jedes Jahr wiederholt werden. Als idealer Zeitpunkt gilt der November - bis die Impfung ihre Schutzwirkung voll entfaltet, vergehen etwa 14 Tage. Wer diesen Winter noch keine Impfung hat, kann und sollte sie jetzt aber trotzdem nachholen.“ (https://www.zeit.de/news/2020-02/27/coronavirus-zu-diesen-impfungen-rate...)

Sprechen Sie Ihre behandelnden Ärzte auf eine Impfung an.

Weitere Inormationen zum Thema Impfen als Download hier.

Ihre GNO Ärzte